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Sektionssprecher "Molekulare Neurobiologie"

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Prof. Dr. rer. nat. Eckart D. Gundelfinger

Leibniz-Institut für Neurobiologie
Abteilung Neurochemie und Molekularbiologie
Brenneckestr. 6
39118 Magdeburg
Tel.: 49-391-6263-228
Fax.: 49-391-6263-229
e-mail:gundelfinger@ifn-magdeburg.de
Homepage: http://www.ifn-magdeburg.de

Prof. Dr. rer. nat. Eckart D. Gundelfinger

Curriculum Vitae

Werdegang

Eckart Gundelfinger, geb. am 27. 12. 1953 in Bonfeld bei Heilbronn, verheiratet, 2 Kinder, hat an der Universität Stuttgart Biologie studiert. Von 1980-82 fertigte er am Max-Planck-Institut für Biologie in Tübingen seine Dissertation über "DNA-abhängige RNA-Polymerasen der Taufliege Drosophila" an.

Seine Postdoc-Zeit verbrachte er von 1982-84 als EMBO-Stipendiat am Europäischen Molekularbiologie-Laboratorium (EMBL) in Heidelberg, wo er zusammen mit Marialuisa Melli und Bernhard Dobberstein über Struktur und Funktion des Signalerkennungskomplexes forschte.

Von 1984-88 war er Mitarbeiter von Heinrich Betz am Zentrum für Molekularbiologie der Universität Heidelberg (ZMBH). Hier war er an der Klonierung und Charakterisierung des inhibitorischen Glycinrezeptors und des ersten Invertebraten-Acetylcholinrezeptors beteiligt.

1988 wechselte er an das neu gegründete Zentrum für Molekulare Neurobiologie in Hamburg (ZMNH), wo er eine vom BMFT/BMBF geförderte Forschergruppe leitete. Zusammen mit seinem Freund und Kollegen Craig Garner begann er hier die molekular-funktionelle Organisation synaptischer Verbindungen zu erforschen.

1992 wurde er als Abteilungsleiter für Neurochemie und Molekularbiologie an das Leibniz-Institut für Neurobiologie (IfN) in Magdeburg und 1994 auch als Universitätsprofessor an die neu gegründete Otto-von-Guericke-Universität berufen. Als stellvertretender Wissenschaftlicher Direktor war er wesentlich am Aufbau des IfN zu einem weltweit beachteten Zentrum für Lern- und Gedächtnisforschung beteiligt. Die Forschungsaktivitäten seiner Abteilung beschäftigen sich im Wesentlichen mit der molekularen Organisation, dem ontogenetischen Zusammenbau und der Plastizität von zentralnervösen Synapsen.

Gundelfinger ist Mitglied der Neurowissenschaftlichen Gesellschaft (NWG), der Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie (GBM), der American Society for Neuroscience (SfN), der Deutschen Gesellschaft für Zellbiologie (DGZ) sowie der International Society for Neurochemistry (ISN). Für die ISN ist er Mitglied und war bis vor kurzem Chair des School Committee und war an der Organisation mehrerer Advanced Schools of Neurochemistry beteiligt.

Er ist als Gutachter für eine Reihe von Institutionen der Forschungsförderung (u.a. DFG, BMBF, EU) und Zeitschriften (u.a. Science, Nature Neuroscience, Neuron, EMBO Journal, Journal of Neuroscience) tätig. Von April 2000 war er Mitglied im Review Committee for Programm and Young Investigator Grants des Human Frontiers Science Program (HFSP) und seit 2004 ist er Mitglied im Fachkollegium 'Neurowissenschaften' der DFG.

Für seine Arbeiten zu Struktur und Funktion von chemischen Synapsen erhielt er mehrere Auszeichnungen, so 2003 einen Max-Preis für Internationale Zusammenarbeit von der Alexander-von-Humboldt-Stiftung und der Max-Planck-Gesellschaft. Auf dem FENS Forum 2004 hielt er einen Plenarvortrag und 2006 wurde ihm zusammen mit Mary Kennedy und Morgan Sheng der Neuroplastiziätspreis der Fondation IPSEN zuerkannt.

Wissenschaftliche Schwerpunkte

Im Zentrum von Eckart Gundelfingers Forschungsinteressen stehen chemische Synapsen. Dabei werden verschiedene Aspekte von molekularer Organisation und Plastizität dieser komplexen neuronalen Kommunikationsstrukturen untersucht:
  • Molekulare Struktur und Funktion der präsynaptische aktiven Zone der Neurotransmitterfreisetzung sowie deren Zusammenbau während der Synaptogenese. Insbesondere stehen Fragen der Rolle der präsynaptischen Cytomatrix bei der Organisation der aktiven Zone im Vordergrund.
  • Molekulare Organisation und Dynamik der postsynaptischen Membranverdickung (PSD); Rolle der PSD für die Integration synaptischer Membranproteine und deren Verknüpfung mit Signalkomponenten und subsynaptischem Cytoskelett. Die Studien schließen sowohl zentralnervöse excitatorische Synapsen als auch die glutamaterge neuromuskuläre Synapse der Taufliegenlarve ein.
  • Bestimmung des Proteoms zentralnervöser Synapsen und dessen Dynamik bei Prozessen synaptischer Plastizität.
  • Struktur und Funktion der perisynaptischen extrazellulären Matrix (ECM). Bereits Cajal und Kollegen beschrieben vor mehr als einem Jahrhundert solche ECM-Strukturen als perineuronale Netze. Über ihre Funktion ist aber bisher wenig bekannt.
  • Auswirkungen von Polymorphismen in synaptischen Genen/Proteinen auf die Performance des menschlichen Gehirns.

Ausgewählte Publikationen

  • Böckers TM, Bockmann J, Kreutz MR, Gundelfinger ED (2002)
    ProSAP/Shank proteins - a family of higher order organizing molecules of the postsynaptic density with an emerging role in human neurological disease.
    J Neurochem, 81, 903-910.
  • Dresbach T, Altrock WD, Gundelfinger ED (2003)
    Neurotransmitterfreisetzung an chemischen Synapsen: Zusammenbau und molekulare Organisation der aktiven Zone.
    Neuroforum 3/03, 79-86
  • Gundelfinger ED, Kessels MM, Qualmann B (2003)
    Temporal and spatial coordination of exo- and endocytosis.
    Nature Rev Mol Cell Biol. 4, 127-139


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