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TILL PHOTONICS Technologiepreis der Neurowissenschaftlichen Gesellschaft 2013

Dieser Preis wird alle zwei Jahre durch die Neurowissenschaftliche Gesellschaft e.V. für herausragende Arbeit auf dem Gebiet der Entwicklung neuer Technologien in der Hirnforschung verliehen. Der von Till Photonics gestiftete Förderpreis von 2.500€ soll junge WissenschaftlerInnen bis zu einem Alter von 35 Jahren unterstützen. Voraussetzung ist eine durch Publikationen dokumentierte hervorragende Forschungsarbeit. Der/die BewerberIn sollte in einem deutschen Labor arbeiten oder als Deutscher im Ausland tätig sein. Die Bewerbung kann entweder direkt oder durch Vorschlag erfolgen. Bewerbungen aus allen Gebieten der Neurowissenschaften sind willkommen. Eine Mitgliedschaft in der Neurowissenschaftlichen Gesellschaft ist keine Voraussetzung. Die Preisverleihung erfolgt auf der Göttinger Tagung der Neurowissenschaftlichen Gesellschaft vom 13. – 16. März 2013. Der Preisträger hält dort einen Vortrag über seine Arbeit.

Der TILL PHOTONICS Technologiepreis der Neurowissenschaftlichen Gesellschaft 2013 wurde an Dr. Ilka Diester, Ernst-Strüngmann-Institute (ESI) für Neurowissenschaften in Kooperation mit der Max Planck Gesellschaft für ihre Pionierarbeit verliehen, mit der sie Optogenetik für die neurowissenschaftliche Forschung in nicht-humanen Primaten zugänglich gemacht hat. Optogenetik kombiniert genetische und optische Techniken, um spezifische Zelltypen und Kreisläufe mit Licht zu stimulieren. Dazu werden lichtempfindliche Membranproteine (sogenannte Opsine), die natürlicherweise in Mikroorganismen wie Algen vorkommen, in die Zellmembranen von Neuronen eingebaut. Dadurch werden die Neurone ebenfalls lichtsensitiv. Scheint man anschließend Licht einer bestimmten Wellenlänge auf die so veränderten Hirnzellen, werden diese aktiviert oder deaktiviert, je nachdem welche Art von Opsin man zuvor eingebaut hat. In Nagern war Optogenetik bereits gut etabliert, doch in nicht-humanen Primaten kamen neue Anforderungen hinzu, die bewältigt werden mussten, bevor die Methode angewendet werden konnte. An der Stanford University hat Frau Diester den Einsatz optogenetischer Techniken im Motorsystem im nicht-humanen Primaten etabliert und so den Weg für weitere Anwendungen frei gemacht.
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