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Schilling Forschungspreis der Neurowissenschaftlichen Gesellschaft 2015

Schilling Forschungspreis

Dieser Preis wird durch die Neurowissenschaftliche Gesellschaft e.V. für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Hirnforschung verliehen. Der Förderpreis von EUR 20.000 Euro soll junge Wissenschaftler/ innen bis zu einem Alter von 35 Jahren unterstützen. Voraussetzung ist eine durch Publikationen dokumentierte hervorragende Forschungsarbeit. Der/die Bewerber/in sollte in einem deutschen Labor arbeiten oder als Deutsche/r im Ausland tätig sein. Die Bewerbung kann entweder direkt oder durch Vorschlag erfolgen. Bewerbungen aus allen Gebieten der Neurowissenschaft sind willkommen. Mitgliedschaft in der Neurowissenschaftlichen Gesellschaft ist nicht Voraussetzung.

Marion Silies

Der Schilling Forschungspreis der Neurowissenschaftlichen Gesellschaft 2015 wurde an Marion Silies vom European Neuroscience Institute in Göttingen (ENI-G) verliehen. Sie arbeitet an der Verarbeitung von visuellen Reizen in Gehirn der Fruchtfliege Drosophila. Im speziellen zielt Ihre Forschung darauf, zu verstehen, wie Bewegungsreize im Gehirn verarbeitet werden. Dies ist insbesondere interessant, da mathematische Modelle existieren, die beschreiben, wie Bewegungsinformation extrahiert werden kann. Eine Verständnis der zu Grunde liegenden neuralen Netzwerke und zellulären Mechanismen sollte also zu einem besseren Verständnis führen, wie die entsprechenden Rechenoperationen im Gehirn ausgeführt werden können.

Um die neuronalen Netzwerke des Bewegungssehens zu kartieren und zu charakterisieren, hat Marion Silies während Ihrer Postdoc-Zeit in Stanford zunächst an der Entwicklung von genetischen Werkzeugen mitgearbeitet, die es erlauben, einzelne Zellen oder Zelltypen gewebespezifisch anzusprechen. Dies hat Sie dann zur Expression von Transgenen benutzt, die neuronale Aktivität blockieren. In Kombination mit einem Verhaltenstest konnte sie somit Neurone identifizieren, die für Verhaltensantworten auf Bewegungsreize notwendig sind. Mit den gleichen genetischen Tricks wurden dann in den entsprechenden, verhaltensrelevanten Neuronen genetisch kodierte Calcium-Indikatoren exprimieren und in vivo visuell induzierte Signale messen um die physiologischen Eigenschaften der Neurone zu beschreiben.

Dies hat zu einem besseren Verständnis geführt, wie bestimmte Rechenoperationen im neuronalen Netzwerk und auf zellulärer Ebene implementiert werden.

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