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Zusammenfassung 2

Mechanismen und Bedeutung der oxidativen Glutamattoxizität

Jan Lewerenz und Axel Methner

Zusammenfassung
Der im Rahmen einer Vielzahl neurologischer Erkrankungen wie Schlaganfall oder neurodegenerativer Erkrankungen zu beobachtende neuronale Zelltod wird zum Teil durch die exzessive Stimulation ionotroper Glutamatrezeptoren und den darauf folgenden massiven Kalziumeinstrom ausgelöst. Neben diesem Exzitotoxizität genanntem Prozess kann Glutamat jedoch auch über den langsameren Prozess der oxidativen Glutamattoxizität neurotoxisch wirken. Hier blockiert extrazelluläres Glutamat die Aufnahme der Aminosäure Zystin durch das Glutamat-Zystin-Antiporter System X c- . Zystin wird zur Synthese des wichtigen intrazellulären Antioxidans Glutathion benötigt. Daher erniedrigt die Hemmung der Zystinaufnahme die intrazelluläre Glutathion- Konzentration und führt zum Zelltod durch oxidativen Stress. Der zum Zelltod führende Weg nach dem Absinken der Glutathionspiegel umfasst die Aktivierung der 12-Lipoxygenase, die Anhäufung intrazellulärer reaktiver Sauerstoffspezies, sowie die Aktivierung eines durch zyklisches GMP aktivierten Kalziumkanals am Ende der Kaskade. In dieser Übersichtsarbeit sollen die zugrunde liegenden Mechanismen und ihre Bedeutung in vivo, als auch als Methode zur Identifizierung neuer neuroprotektiver Proteine und Signalwege vertieft dargestellt werden.

Keywords: oxidative stress; Glutathion; Glutamat; xCT; EAAT



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