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Zusammenfassung 3

Metabolische Regulation und neuronale Aktivität: Wie Hunger mobil macht

Dieter Wicher

Zusammenfassung
Adipokinetische Hormone (AKH) sind Peptide, die bei Insekten die Rolle des Glucagons spielen. Sie werden bei Energiemangel ins Blut abgegeben, so dass Fette und Kohlenhydrate mobilisert werden. Gleichzeitig stimulieren sie die lokomotorische Aktivität, d.h. sie entfalten auch zentralnervöse Wirkungen. Bei der Schabe Periplaneta americana exprimieren verschiedene zentrale Neurone den AKH-Rezeptor, u.a. octopaminerge dorsale unpaare mediane (DUM) Neurone, die Teil eines generellen Arousa-Systems sind. Beide bei Periplaneta vorkommenden AKHs führen zu einer Rezeptor vermittelten Aktivierung von G s -Proteinen. G q -Proteine werden hingegen nur durch AKH I effizient aktiviert. In den DUM-Neuronen führt die Aktivierung von G q -Proteinen durch AKH I zur Steigerung eines als Schrittmacher fungierenden Ca 2+ -Stroms, wodurch sich die Spikefrequenz und somit vermutlich die Octopamin-Freisetzung dieser Neurone erhöht. Systemische Injektion von AKH I nicht aber von AHK II führt zu einer starken Stimulation der Laufaktivität. Dieser Differenz in der Verhaltensrelevanz entspricht eine unterschiedliche Effektivität der AKHs bei der G-Protein-Aktivierung.

Keywords: Adipokinetic hormone receptor; dorsal unpaired median neuron; TRP γ channel; locomotor activity; Periplaneta americana



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