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Zusammenfassung 1

Das endocannabinoide System desGehirns – von der Neurobiologie zurklinischen Relevanz

Nico Wegener, Miriam Schneider und Michael Koch

Zusammenfassung
Die Produkte der Hanfpflanze Cannabis sativa -Marihuana und Haschisch- gehören weltweit zu den am häufigsten konsumierten illegalen Rauschdrogen. Der wichtigste psychoaktive Wirkstoff der Hanfpflanze ist das Cannabinoid Tetrahydrocannabinol (THC) mit seinem aktivsten Isomer Δ 9 - THC, welches, wie verschiedene synthetische cannabimimetische Substanzen, seine zentralnervösen Wirkungen über den Cannabinoid CB 1 -Rezeptor entfaltet. Die Aufklärung der molekularen Struktur des CB 1 -Rezeptors im ZNS und des CB 2 -Rezeptors auf Zellen des Immunsystems vor ca. 20 Jahren sowie die Entdeckung von Anandamid, einem endogenen Liganden dieser Rezeptoren, markiert den Beginn der modernen Cannabisforschung. Diese Forschung hat faszinierende Erkenntnisse über die Verteilung von CB 1 -Rezeptoren im Gehirn und über die Rolle von Anandamid und anderer Endocannabinoide als Neuromodulatoren erbracht. Das endocannabinoide System spielt eine wichtige Rolle bei einer Vielzahl kognitiver, sensorischer und motorischer Funktionen. Dementsprechend richtet sich die Forschung verstärkt auf das therapeutische Potenzial von Wirkstoffen, die dieses System beeinflussen. Man nimmt an, dass Endocannabinoide auch eine Rolle bei der prä- und postnatalen Entwicklung des Gehirns spielen und dass der Cannabiskonsum während der Pubertät an der Entstehung von neuropsychiatrischen Störungen beteiligt ist.

Keywords: Cannabis; THC; WIN 55,212-2; endocannabinoid; CB 1 -receptor; puberty; schizophrenia

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