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Zusammenfassung 2

Die Melodie des unreifen Gehirns

Kay Sieben, Henrike Hartung, Amy Wolff und Ileana L. Hanganu-Opatz

Zusammenfassung
Die Periodizität der Hirnaktivität trat bereits nach dem ersten Aufnahmeversuch durch Hans Berger 1929 hervor, wobei dieser bemerkte: „ das Enzephalogramm stellt eine kontinuierliche Kurve mit fortlaufenden Oszillationen dar“. Diese Rhythmik der neuronalen Aktivität, die „Melodie“ des Gehirns, erlangte seitdem immer mehr Aufmerksamkeit als energieeffiziente Strategie zur Organisation und Kommunikation innerhalb von sowie zwischen Gehirnregionen. Inzwischen ist bekannt, dass diese Oszillationen aktiv an sensorischer und kognitiver Wahrnehmung im adulten Gehirn beteiligt sind, allerdings ist ihre Funktion während der Entwicklung noch größtenteils unerforscht. Neue experimentelle Daten von frühgeborenen menschlichen Säuglingen oder neugeborenen Ratten haben gezeigt, dass das unreife Gehirn bereits verschiedene Aktivitätsmuster generieren kann. Ihre Eigenschaften und die ihnen zugrunde liegenden Mechanismen können je nach Hirnareal unterschiedlich sein. Diese frühen Aktivitätsmuster scheinen die Verfeinerung sowohl der an sensorischer Wahrnehmung beteiligten kortikalen Karten als auch mnemonische und ausführende Verarbeitung zu begünstigen. Hier geben wir einen Überblick über kürzlich veröffentlichte Studien, die frühe oszillatorische Aktivität charakterisieren und deren Bedeutung für die Hirnentwicklung demonstrieren.

Keywords: development; oscillations; primary sensory cortices; EEG; multisensory; prefrontal cortex

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