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Nf01_2015 - Kral, Andrej

Auditorische Sensitivität im auditorischen Kortex (primäres Feld A1) im Erwachsenenalter untersucht mit elektrischer Stimulation des Hörnervs und elektrophysiologischen Untersuchungen oder mit histologischen Analysen mit retrograden Tracern. A: Die Anzahl der kortikalen Neurone, die im best-aktivierten Bereich des primären auditorischen Kortex nicht auf die Stimulation mit einem Cochlea-Implantat antworten, ist bei Gehörlosigkeit erhöht. B: Die Feuerrate der Neurone, die auf die Reizung antworten, ist bei gehörlosen Tieren signifikant reduziert. C: Der Dynamikbereich der Antworten ist bei gehörlosen Tieren auf nur wenige dB reduziert. D: Die Konvergenz/Divergenz der Projektion von Thalamus in den Kortex war bei gehörlosen Tieren erhöht, d.h. die Cochleotopie war „verwaschen“. E: Die kortikalen Antworten zeigten in einigen Parametern geringere Schwelle bei gehörlosen Tieren, wobei die Erregungsschwelle der Hirnstammantworten nicht unterschiedlich zu hörenden Tieren war. Dies zeigt eine zentrale Hypersensitivität bei Gehörlosigkeit. F: Auch Merkmale, die im zentralen auditorischen System aus dem Höreingang extrahiert werden, waren betroffen: Die kortikale Empfindlichkeit auf interaurale Zeitdifferenzen („interaural time differences“, ITDs), die von der oberen Olive im Kortex „vererbt“ wird, war bei Gehörlosigkeit deutlich reduziert. Diese Daten belegen eine reduzierte Empfindlichkeit des gehörlosen Hörsystems auf Merkmale der auditiven Reize wie Intensität, Position der Erregung in der Cochlea und Position der Schallquelle in Raum. Abbildung modifiziert mit freundlicher Genehmigung aus Barone et al. (2013) und Kral und Sharma (2012).

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