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Nf04_2008 - Wegener, Nico

Abb. 1: Endogene und exogene Liganden am CB1-Rezeptor Der CB1-Rezeptor kann durch verschiedene endogene und exogene Liganden aktiviert werden. Δ9-THC, der psychoaktive Wirkstoff von Cannabis und Vertreter der klassischen Cannabinoide, ist ein partieller Agonist am CB1-Rezeptor. Unter dem Namen Dronabinol wird Δ9-THC bei Indikationen wie chronischer Schmerz, Anorexie, Übelkeit oder auch zur Behandlung von Multiple Sklerose - Patienten eingesetzt. Das Derivat der Arachidonsäure und körpereigene Cannabinoid Anandamid, welches u.a. als Neuromodulator bzw. retrograder Bote fungiert, weist ähnliche Eigenschaften am CB1-Rezeptor auf wie Δ9-THC. Die lokale Wirkung von Anandamid wird durch das abbauende Enzym FAAH (fatty acid amide hydrolase) beendet. Das Cannabisprodukt Cannabidiol ist ein nicht-psychoaktives Cannabinoid und wirkt über einen noch unbekannten Mechanismus blockierend auf den CB¬1-¬ und CB2-Rezeptor (Pertwee 2008). Beim Konsum von Cannabis hat ein hoher Anteil von Cannabidiol beispielsweise eine sedierende Wirkung. Verschiedene synthetische Cannabinoide wie CP 55,940 oder WIN 55,212-2 besitzen zwar eine stereochemische Ähnlichkeit zu Δ9-THC, sind jedoch häufig durch eine vielfach höhere Affinität bzw. Selektivität gegenüber dem CB1- und auch CB2-Rezeptor charakterisiert, was sie insbesondere für den Einsatz in der Cannabisforschung interessant macht (Pertwee 2006). Eine weitere Substanz, die viel zum Verständnis des endocannabinoiden Systems beigetragen hat, ist der hochselektive CB1-Rezeptorantagonist SR141716A. Unter dem Namen Rimonabant kommt dieser Stoff in der Humanmedizin z.B. bei der Behandlung von Übergewicht und Alkohol- oder Nikotinabhängigkeit zum Einsatz.

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