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Nf01_2005 - Moll, ChristianK. E.

Ein „Aktivitäts-Tiefenprofil“ stellt die charakteristische neuronale Aktivität in den subkortikalen Kerngebieten dar, die nacheinander entlang des geplanten Trajekts durchfahren werden. Die Aktivitätsmuster in den verschiedenen Kernarealen unterscheiden sich voneinander und werden als Orientierungshilfe verwendet. Die Abbildung illustriert beispielhaft zwei typische Trajekte. Trajekt 1 zeigt die charakteristische neuronale Aktivität auf dem Weg zum STN. Im anterioren bzw. retikulären Thalamus findet man häufiger als in anderen Arealen Gruppenentladungen (sog. „Bursts“), die sich mit Einzelentladungen abwechseln können. Das Niveau der Hintergrundaktivität reduziert sich am ventralen Thalamusrand. Die hier in der Zona incerta sporadisch angetroffenen Nervenzellen haben oftmals ein sehr regelmäßiges, relativ niederfrequentes Feuermuster. Der Kerneintritt in den zellreichen STN imponiert durch eine dramatische Zunahme des Hintergrundrauschens. Die Aktivität im STN ist sehr irregulär und weist Feuerraten zwischen 20 und 50 Hertz auf. Sehr gleichmäßige und hochfrequente Entladungen bis zu 100 Impulsen pro Sekunde zeigen die unterhalb des STN gelegenen Neurone des retikulären Anteils der Substantia nigra. Trajekt 2 hat das innere Pallidumsegment als Zielpunkt. Das weit dorsal gelegene Striatum ist in den elektrophysiologischen Ableitungen vergleichsweise ruhig. Vereinzelt findet man tonisch aktive Neurone mit Feuerraten bis zu 10 Hz, die den cholinergen Interneuronen entsprechen. Die an den medullären Grenzstrukturen auftretenden Grenzzellen sind ebenfalls tonisch aktiv, haben aber eine viel höhere Feuerfrequenz (bis zu 60 /Sekunde). Die Nervenzellen im internen Pallidumsegment weisen gegenüber Neuronen des GPe ebenfalls eine höhere Entladungsrate und eine größere Regelmäßigkeit der Entladungen auf. Die gezeigten Daten stammen aus unveröffentlichten Originalaufzeichnungen von C.K.E. Moll, W. Hamel, C. Buhmann, M. Westphal, D. Müller, und A.K. Engel, eingezeichnet in einen Frontalschnitt (Schnittführung 16mm hinter der vorderen Kommissur) aus dem Atlas of the human brain von Mai et al. (2. Aufl., 2004, S.160).

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